25 Montageelektriker und 29 Elektroinstallateure aus den Regionen Toggenburg, Fürstenland, See-Gaster und dem Glarus durften in Wattwil ihre erfolgreich bestandene Lehrzeit feiern.
Eines war gewiss: die frischgebackenen Berufsleute standen in den letzten Jahren garantiert täglich «voll unter Strom». Doch mit der gediegenen gestalteten QV-Feier, die am Dienstagabend im Wattwiler Kongresszentrum Thurpark über die Bühne ging, dürfte ganz viel Druck von der einen Lehrabgängerin und den Lehrabgängern der hiesigen Elektrobranche abgefallen sein.
Zweimal die Note 5,3
Die Resultate waren in diesem Jahr beachtlich, schafften doch acht Lernende eine Note von 5 und besser. Zwei erzielten die Bestnote von 5,3. Dabei handelt es sich zum einen um Andrin Kläger aus dem thurgauischen Bürglen, der bei der Elektro Peter AG in Wil in die Lehre als Montageelektriker EFZ ging. Und zum anderen, um Tobias Hässig aus Benken, der bei der Urs Hager Elektro Anlagen GmbH seine Lehre als Elektroinstallateur EFZ mit dem gleichen Top-Resultat abschloss. Bemerkenswert, weil in der Branche sehr selten, war, dass eine junge Frau eine Ausbildung als Elektroinstallateurin EFZ abschloss. Es handelt sich dabei um Junia Höhne aus Feldbach, die bei der Elektrizitätswerk Jona-Rapperswil AG ihren Beruf erlernte.
Ebenso feierten neun junge Glarner Berufsleute aus der Elektrobranche mit. Dies deshalb, weil die Zahl der Glarner Lernenden in der Elektrobranche zu klein ist, um für sie im Kanton Glarus eine eigene Lehrabschlussfeier zu organisieren. Zudem pflegen das Berufs- und Weiterbildungszentrum Toggenburg (BWZT) in Wattwil und die Gewerblich-industrielle Berufsschule Ziegelbrücke schon seit längerem ein gutes, gegenseitiges Einvernehmen, so dass die gemeinsame QV-Feier als gelungenes Zeichen einer interkantonalen Kooperation gesehen werden kann.
Erfolgreich den «Schalter» umgelegt
Der Prorektor des Berufs- und Weiterbildungszentrum Toggenburg, Sepp Fust, freute sich mit den jungen Berufsleuten, dass sie, in den letzten Jahren nicht der gefährlichen Hochspannung zum Opfer gefallen seien, sondern nun im «Strom des Erfolges» baden könnten. Letzteres sei ein einzigartiger Moment der Befriedigung, welcher immer mit einer neuerworbenen Handlungskompetenz einher gehe. Auf dieser geltes es nun für die eigene Zukunft aufzubauen. «Sie haben in den letzten Monaten bewiesen, dass Sie Fehler beheben und den Schalter umlegen können», lobte Sepp Fust, und hatte noch einen Tipp für die Montageelektriker und Elektroinstallateure parat: «Laden Sie jetzt erst einmal Ihre Batterien auf und bleiben Sie danach Ihrem Beruf treu. Denn wir brauchen Sie nicht nur heute, sondern auch morgen.»
Text und Bilder: Christof Lampart
